Tuesday, 15. November 2011 10:30 Uhr Alter: 6 yrs
Kategorie: Aktuelle Meldungen

Gesunde Zähne steigern die Lebensqualität im Alter


Gerade im Alter spielen gesunde und vor allem gepflegte Zähne eine größere Rolle beim Wohlbefinden als gedacht. Wenn die Zähne schmerzen, die Prothese drückt oder eine Parodontitis sich ausbreitet, bedeutet dies enorme Einschnitte in der Lebensqualität. Soziale Kontakte werden vermieden oder gar die Kau- und Sprachfähigkeit eingeschränkt. Neben den eigenen Zähnen braucht auch Zahnersatz regelmäßige Pflege, um langfristig Karies und Entzündungen in der Mundhöhle zu verhindern.

Wird Zahnersatz nicht regelmäßig gepflegt, bilden sich Bakterienbeläge, welche eine Gefahr für die vorhandenen Zähne, den Zahnhalteapparat und die Schleimhaut darstellen. Auch unangenehmer Mundgeruch ist eine Folge. Je nach Art des Zahnersatzes müssen die künstlichen Zähne unterschiedlich gereinigt werden.

Pflege für Kronen und Brücken

Kronen und Brücken sind festsitzender Zahnersatz und müssen  beim täglichen Zähneputzen gezielt gereinigt werden. Dabei gilt: 2 x am Tag sollte mindestens geputzt werden. Besonders gut müssen die Zwischenräume zwischen den natürlichen und künstlichen Zähnen gereinigt werden – gerade hier sammeln sich Speisereste an, die zu Karies und Parodontitis führen. Die Zahnzwischenräume können besonders gut mit  Zahnseide oder Zahnzwischenraumbürsten gesäubert werden. Bei Brücken müssen auch die Zwischenglieder zwischen den tragenden Kronen an ihrer zum zahnfleischliegenden Unterseite am besten mit einer speziellen Zahnseide gepflegt werden.  

Entzündungen vorbeugen

Bei der Pflege von Implantaten gilt es, der Stelle, wo das Implantat in die Mundhöhle eintritt, besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Das Risiko, dass Bakterien hier am Rande des Zahnfleisches eindringen und im Umfeld des Implantates eine Entzündung mit Knochenabbau (Periimplantitis) hervorrufen, ist also durchaus gegeben. Hier ist eine besonders gründliche Zahnpflege notwendig: dieser Bereich sollte täglich mit Zahnseide oder Zahnzwischenraumbürsten gereinigt werden. Ein  dickeres Floss (spezielle Zahnseide mit einem flauschigen Abschnitt) ist hier sehr empfehlenswert.

Auch herausnehmbarer Zahnersatz benötigt gezielten Pflegeaufwand. An der Kunststoff- oder Metallbasis des Zahnersatzes lagert sich Zahnbelag an. Er sollte daher zweimal täglich mit einer Prothesenzahnbürste und Gelzahnpasta gereinigt werden, um geruchsbildende Fäulnis-Prozesse zu unterbinden. Auch spezielle Reinigungstabletten sind empfehlenswert. Bei einer Teilprothese sind auch die Beläge an den grazilen Verbindungselementen, Klammern und Doppelkronen zu reinigen. Günstig ist es, nach jeder Mahlzeit den Mund auszuspülen und den herausnehmbaren Zahnersatz unter fließendem Wasser zu säubern. Träger einer Totalprothese sollten die von der Prothese bedeckte Mundschleimhaut und den Zungenrücken mit einer weichen Zahnbürste reinigen. Diese Maßnahme fördert die Durchblutung der Schleimhaut und beugt Entzündungen vor.

Tipps für die Zahnpflege im Alter

Neben der speziellen Pflege für den jeweiligen Zahnersatz gilt es grundsätzliche Regeln zu beachten, will man bis ins hohe Alter gepflegte und gesunde Zähne haben:

  • Als einfache Grundregel gilt, zweimal täglich gründlich Zähne und Zahnersatz mit der Zahnbürste oder speziellen Prothesenzahnbürsten reinigen.
  • Neben dem regelmäßigen Zähneputzen, sollten die Zahnzwischenräume einmal am Tag mit einer speziellen Zahnzwischenraumbürste oder Zahnseide von Belägen gesäubert werden.
  • Verwenden Sie eine fluoridhaltige Zahnpasta.
  • Zur Reinigung sollte man sich Zeit nehmen und sich nach Möglichkeit dazu hinsetzen.
  • Ausreichend trinken nicht vergessen! Speichel hat eine wichtige Funktion, um Zähne und Zahnfleisch gesund zu erhalten. Er unterstützt die Selbstreinigung der Zähne. Neben seiner antibakteriellen Wirkung neutralisiert er zahnschädigende Säuren und hilft, Mineralverluste im Zahnschmelz auszugleichen.
  • Für ältere Menschen, deren Geschicklichkeit abgenommen hat, sind individuell gestaltete Griffe der Zahnbürsten oder eine elektrische Zahnbürste oftmals eine Hilfe.
  • Bei manuell behinderten Patienten und älteren Personen, die in ihrer Bewegungsfähigkeit stark eingeschränkt sind, müssen unter Umständen Pflegekräfte oder Angehörige bei der Pflege ihrer Zähne helfend eingreifen.
  • Zahnersatz kann im Dentallabor den individuellen Bedürfnissen des Patienten angepasst werden. Zahnarzt und Zahntechnikermeister sollten deshalb über persönliche Einschränkungen des Patienten informiert sein. So könnte man sich als Person mit Einschränkungen mit dem Zahnarzt über eine besonders leicht herausnehmbare und zu reinigende Zahnersatz-Variante beraten.
  • Wichtig ist die regelmäßige Vorsorge. Auch mit Zahnersatz ist die zweimal jährliche Kontrolle beim Zahnarzt notwendig und kostenfrei. Auch wenn Röntgenbilder angefertigt und einmal jährlich Zahnstein entfernt werden, fallen keine weiteren Kosten an.

 Quelle: Initiative ProDente


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